Spielzeugfreies Badezimmer

Badewanne-GießkanneSpielzeug im Badezimmer? Naja, in der Badewanne wollen die Kinder sich ja nicht entspannt bei Kerzenschein zurücklegen. Sie wollen planschen und spielen. Um sie (und das Wasser) dabei möglichst innerhalb der Wanne zu halten, haben wir ihnen ganz schnell alles mögliche Spielzeug dazu gegeben. Mein persönliches Lieblings-Fail dabei: diese kleinen Gummi-Spritztiere! – Ekelhaftes Material, die Kinder kapieren den Mechanismus überhaupt nicht und außerdem BLEIBT DAS WASSER DANN NATÜRLICH NICHT IN DER BADEWANNE.

Mittlerweile bin ich auch hier der Überzeugung, dass Kinder zum Baden kein Spielzeug brauchen, sondern Zeug (das ihr schon habt) zum Spielen. Mal ganz abgesehen von diesem fürchterlichen, weichgemachten Gummi, mit dem die Kinder am liebsten gar nicht und schon mal ganz überhaupt nicht nackt in Berührung kommen sollen. Gerade mit den Spritztieren wird dann auch mal gerne in den Mund gespritzt… bäh!

Also, hier kommen unsere Lieblinge für spielzeug- und möglichst schadstofffreien Badespaß:

  1. BadespielzeugAuf Platz 1 ganz klar leere Shampooflaschen. Zum Umfüllen, Wasser über den Kopf gießen, Spritzen (es geht einfach nicht ohne), schwimmen lassen, untergehen lassen. Wer hätte gedacht, was man alles mit einer leeren Shampooflasche anstellen kann? Noch besser sind zwei – dann kann man besser umfüllen. Oder drei. Oder vier… Also, NUR Shampooflaschen wäre eigentlich schon OK. (Die herkömmlichen Plastikflaschen sind nun natürlich auch nicht gerade der Ökohit. Meine ist von einem ultrateuren Bioshampoo und aus Hartplastik, da hab ich ein vergleichsweise gutes Gefühl. Besser als Weichgummispritztiere sind sie allemal.
  2. Badewannen-BootPlaymobil-Männchen. Hätte ich nie gedacht, aber die haben sich die Kinder bald selbst geholt und spielen damit versonnen beim Baden. Sehr süß und auch sehr ruhig. Es sei denn, ein Männchen springt immer aus der Wanne und muss wieder reingeholt werden…
  3. Gießkanne. Wir haben im Schwimmbad mal so eine kleine Plastikgießkanne gefunden und unser Mädchen hat sich so innig verliebt, dass wir sie mitgenommen haben, als der Besitzer nicht auffindbar war. Eine zweite musste schnell für den Bruder einziehen und sie machen ähnlich viel Spaß wie die Shampooflaschen.
  4. Waschlappen. Zum Auswringen, Füllen, Schwimmen lassen, anderen an den Kopf werfen…

BadefarbenMehr braucht’s eigentlich nicht. Was die Kinder sonst noch sehr lieben, sind Badezusätze, besonders die Badewasserfarben. Knisterbad ist für kleinere Kinder oft etwas Unheimlich… Badeknete haben wir auch ausprobiert, fanden die Kinder auch ganz OK, aber die Wanne sah nachher echt abenteuerlich aus und es geht auch gut ohne, finde ich…

Unsere Badewannenspielzeuge haben wir in einer Holzkiste im Badregal liegen. Wenn die Kinder in die Wanne gehen, suchen sie sich daraus etwas aus – es ist also selten alles zusammen in der Wanne.

Neulich haben wir abends (ich wünschte mir etwas Ruhe) übrigens das Licht gedimmt, einen Lavendelbadezusatz reingemacht und Kerzen angezündet und dabei habe ich dann vorgelesen. DAS war ein Erlebnis für die Kinder, sie waren begeistert!

6 Gedanken zu “Spielzeugfreies Badezimmer

  1. Als Kind hatte ich immer Töpfe aus der Puppenküche und Badezusätze mit denen ich „gekocht“ habe. Wenns dann fertig war, habe ich die gemixten Zusätze ins Wasser geschüttet. Das war dann mein Badespielzeug 😀

  2. Waschlappen und Shampooflaschen sind bei uns auch der Hit. Gerne auch mal kleine Fahrzeuge, die gewaschen werden.

    Die Idee mit dem gemütlichen Bad bei Kerzenschein finde ich super! Wäre ich nicht drauf gekommen, aber ich kann mir vorstellen, dass meine das auch lieben würden. 🙂

    Viele Grüße,
    Nicole

  3. Zum Vergleich mal unsere Bad-Spielzeug-Liste:
    1. eine kleine Metallkanne (unangefochten Nr.1)
    2. Kastanien
    3. ein winziges Metallkännchen aus der Puppenstube
    4. ein Holzboot – hab ich extra gekauft, aber das dumme Ding geht sehr schnell unter. Ich bin enttäuscht, dem Kind ist es egal…
    5. Waschlappen

    Wenn das Kind größer ist, mach ich das auch endlich mal, Kerzenschein! Vorlesen! Hachz! Und irgendwas mit Farbe, eine richtige Sauerei 🙂

  4. Diese Gummi-Spritztiere kann ich definitiv nicht empfehlen. Man kriegt nie das ganze Wasser raus und irgendwann schimmeln diese Teile. Kann euch nur davon abraten.

    Viele Grüße

  5. Ein ehemaliger großer Joghurt-Eimer, der Behälter eines nutzlosen Trinklernbechers, Löffel, große Pinsel, Strohhalme, gerne weitere Gefäße. So sieht’s bei uns aus 🙂
    Der Große (5) ignoriert dabei seit jeher jedes „gewollte“ Spielzeug, der Kleine (14 Monate) imitiert den Großen, ist aber auch manchmal ganz angetan von jenen wenigen Badewannenspielzeugen, die wir haben. Im Planschbecken vorige Woche blieb aber das hübsche Boot mit Kapitän und Taucher unangetastet schwimmen und er spielte den ganzen Tag (drei Plansch-Sessions) ausschließlich mit zwei leeren Plastikblumentöpfen, die ich vorher beim Kästen bepflanzen von den Blumen gezogen hatte.

  6. als unsere kleinen, noch kleiner waren haben wir sie in einen Wäschekorb (die roten aus Plastik, die man so kennt) gesetzt und so hatten sie ihr Spielzeug immer in Griffweite und hinzu kommt die Gefahr das etwas passiert wurde noch minimiert…. auch wenn man daneben sitzt.

    viele grüße

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.