Nach Weihnachten ist vor Weihnachten?

Rückblick auf dieses und Pläne fürs nächste Fest

Weihnachten ist vorbei, die bunten Teller sind schon ratzekahl leer gefressen und jedes der Kinder hat schon mindestens zwei Mal gefragt, wann denn wieder Weihnachten sei. War wohl schön :).

Wie unsere Pläne für dieses Jahr aussahen, wisst ihr ja bereits. Auch welche Geschenke es bei uns geben sollte, hatte ich geschrieben. Wie es nun tatsächlich war?

Großes Thema bei uns war das Wetter. Viel zu warm (15°C…) um sich nach Weihnachten anzufühlen. So richtig stellte sich die Weihnachtsstimmung erst ein, als es dunkel wurde. Den 24.12. haben wir mit einem gemütlichen Frühstück begonnen und anschließend ENDLICH den Weihnachtsbaum geschmückt. Die Nerven lagen bei allen etwas blank, es gab Streit um Nichtigkeiten (wer hat wie viele Buntstifte?!), die mich an den Rand des Nervenzusammenbruchs gebracht haben.

Baumschmücken

 

Nachdem wir die Kinder dann noch mit einem schnellen Mittagessen gequält haben, sind wir endlich losgegangen zu Freunden zum Bratapfel essen. Die Kinder haben im Pullover draußen gespielt und sozusagen das Frühlingswetter genossen (ja, es hat uns wirklich schwer getroffen) bis es dann dunkel wurde und alle zusammen in die Kirche gezogen sind. Obwohl der Gottesdienst wirklich schön und kurzweilig war, haben es die Kinder nicht lange ausgehalten und mussten bald in die Spielecke ausquartiert werden. Wir Erwachsenen haben die Stunde aber sehr genossen und aus vollem Hals Weihnachtslieder gesungen, was für mich einfach dazu gehört.

Wieder zuhause hat L. die Kinder im Innenhof kurz abgelenkt (Weihnachtsmannspuren suchen), während ich die Kerzen am Baum angezündet habe – die Geschenke lagen schon drunter. So konnten die Kinder dann auch gleich ins Weihnachtszimmer, als sie zur Tür reinkamen.

Es sah dann doch nach ziemlich viel aus. Das Lego war viel mehr, als ich gedacht hatte – aber M. war überglücklich. Die Kinder hatten jedenfalls nicht zu wenig auszupacken, haben dann aber mit ihren heiß gewünschten Sachen auch sofort innigst gespielt. Dieser Plan ist also aufgegangen – es wurde nicht nach „mehr“ geschrien!

Bunter Teller

Da wir sonst fast nie Süßkram essen, haben wir den Kindern einen vollen bunten Teller zu Weihnachten gegönnt (und auch Schokoladenschmuck an den Baum gehängt).

Weihnachtsgeschenke

Besonders das Lego hat uns wirklich extrem entspannte Feiertage beschert, denn die Kinder sind früh morgens ins Wohnzimmer geschlichen und haben gebaut und gebaut… E. fand man zwischendurch oft ganz leise im Kinderzimmer, mit ihren Anna-und-Elsa-Puppen spielend oder im Eiskönigin-Malbuch malend, während M. wirklich ohne Pause baut. Mit und ohne Anleitung. Mit und ohne Papa. L. ist nämlich genauso begeistert von der Legofülle wie der Kleine…

Die erste Fahrt mit dem neuen Roller, den wir bewusst beiden Kindern zusammen geschenkt haben, offenbarte den nächsten Streitherd, denn natürlich klappte das mit dem Abwechseln nicht. So gebietet zwar die Logik, dass zwei Roller für zwei Kinder reichen sollten (ein alter und ein neuer), wenn der neue aber wirklich um Welten besser fährt und der alte ein lautes Klappergestell ist, dann funktioniert das eben doch nicht. Wir werden also noch einen zweiten nachkaufen müssen – da gehen wir dann doch den Weg des geringeren Widerstands als uns auf jedem Spaziergang von neuem als Mediatoren versuchen zu müssen.

Übrigens: Beim Besuch von Freunden am zweiten Weihnachtstag hatte E.s Freundin ein Plüscheinhorn geschenkt bekommen und mitgebracht. Sofort waren E.s sämtliche Weihnachtsgeschenke vergessen und sie wollte nur noch so ein Einhorn haben. Nebenbei bemerkt: sie hat eins, nur ein kleineres, dafür kann das sogar wiehern (was sind wir über unseren Schatten gesprungen…). Mit dem spielt sie selten. Trotzdem war über Stunden Heulen und Zähneklappern. Da hätten wir genauso gut auch gar nichts schenken können – solche Situation gibt es wohl immer.

Trotzdem hatten wir sehr harmonische Tage, die wir fast komplett zu viert im Wohnzimmer verbracht haben, sehr im Einklang und zufrieden. Unsere Kinder lieben nichts mehr, als uns alle zusammen zu haben. Und das ist doch eigentlich ein sehr einfach zu erfüllender Wunsch!

Geschenke von Familie und Freunden

Die Sache mit den Geschenken von anderen hat super geklappt. Die Großeltern haben sich akribisch an unsere Bitte gehalten und auch andere Freunde und Verwandte haben vorher gefragt, ob und was es sein darf, so gab es dann von meiner Cousine z. B. explizit gewünschte Perlen-Stifte zum Basteln oder einen gemeinsamen Ausflug von Freunden.

 

Nächstes Jahr Weihnachten

Weihnachtsbaum

Unsere Pläne für nächstes Jahr? Auf jeden Fall werden wir versuchen, bei einem Geschenk pro Kind zu bleiben. Dieses Jahr ging das sozusagen nicht mehr, weil die Wunschzettel ja schon vor unserem rigorosen Aussortieren erstellt waren.

Außerdem werden wir versuchen in den Schnee zu fahren, und wenn wir dafür nach Lappland müssen. Das hat uns allen so sehr gefehlt, dass das als Familiengeschenk auf jeden Fall alle glücklich machen wird.

Auch Aktivitäten schenken werden wir vermehrt. Gestern war ich mit den Kindern (L. war erkältet) im Spaßbad und wenn ich mir die beiden so angeschaut habe, war das eigentlich das tollste, was wir an den ganzen Weihnachtstagen gemacht haben!

Spielzeug im nächsten Jahr

Vor Weihnachten hatten wir das Kinderzimmer komplett leer geräumt, weil ja Spielzeuggeschenke zu erwarten waren. Die letzten Wochen haben gezeigt, dass die Kinder wirklich mit ihren drei Spielzeugen locker klarkommen und meistens gar nicht tauschen wollen. Also werden alle nicht benutzten Spielsachen nun in den Keller wandern und so einige im nächsten Schritt auch ganz unseren Besitz verlassen.

Das Kinderzimmer werden wir dafür wieder etwas großzügiger gestalten (das Trennregal auflösen), da die Kindern mehr gemeinsam spielen und mehr Platz zum Toben brauchen.

Unseren ausführlichen Rückblick auf unsere spielzeugfreie Zeit dieses Jahr und den Ausblick aufs nächste Jahr gibt es hier im Blog in den nächsten Tagen!

 

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