Advent, Advent…

Unseren Adventskranz haben wir schon seit ein paar Tagen auf dem Küchentisch stehen und seitdem freuen sich die Kinder auf das Anzünden der ersten Kerze. Beide sind schon geübt im Umgehen mit Streichhölzern und so dürfen sie abwechselnd anzünden und lieben die Zeremonie. Bei unserem Sohn ist Zeit, Uhrzeit und Kalender sowieso gerade großes Thema, er freut sich sehr über das Herunterzählen bis Weihnachten (er fragt schon seit ca. 78 Tagen) und die vier Kerzen, die die vier Wochen darstellen.

Gestern haben wir die Weihnachtskarte hervorgeholt und die Wohnung geschmückt,  etwas gebastelt hatten wir dieses Jahr auch schon.

Es ist schön zu sehen, wie den Kindern unsere „Adventselemente“ der letzten Jahre wieder einfallen – Weihnachtsbaum schlagen, auf den Weihnachtsmarkt gehen, Plätzchen backen, Adventsteetrinken, Punsch kochen,  Lieder singen… Das macht für sie die Adventszeit aus.

Auch der Adventskalender kam zur Sprache und die Erinnerung hat mich wirklich überrascht. Ich habe ja im letzten Beitrag beschrieben, wie unsere Adventskalender bisher aussahen. Woran M. sich nun erinnert, sind aber Bilder (die wir so noch nie hatten) und „da war auch mal eine Kette mit kleinen Päckchen, da waren Lebkuchen drin. Und ein Sticker!“ – also tatsächlich die „allerkleinsten“ Geschenke, die wir je hineingetan haben. So fällt es uns Erwachsenen natürlich wesentlich leichter, den Kalender dieses Jahr komplett Dingfrei zu gestalten.

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Heute morgen haben wir dann also die erste Kerze auf dem Adventskalender entzündet und mit den Kindern überlegt, was Advent bedeutet – dass die „Ankunft des Herrn“, die Geburt Jesu vorbereitet wird.  Unsere Kinder gehen in einen evangelischen Kindergarten, sind also wesentlich bibelfester als wir selbst und kennen viele Geschichten schon –  die Weihnachtsgeschichte sowieso. Heute morgen haben wir aber auch über das (vorreligiöse) Lichtenstein gesprochen,  das an Weihnachten ursprünglich gefeiert wurde und das den Kindern auch  sehr einleuchtend schien. Etwas Licht in die dunkle Jahreszeit bringen, mit dem Weihnachtsschmuck etwas Glanz in das verregnete Grau des nahenden Winters….

Unsere Tochter sollte mit dem Kinderchor auch  im Adventsgottesdienst heute singen. Sie hat es sich  angesichts der gut besuchten Kirche dann doch noch anders überlegt,  aber auch so war der Gottesdienst eine schöne Einstimmung auf die kommende Zeit.

Und was macht das spielzeugfreie Kinderzimmer? M. hat letzte Woche seine Legokiste geholt und baut seitdem hochkonzentriert und sehr viel ausdauernder als früher. Sonst ist nichts mehr in seinem Teil des Zimmers. Er hat alle Teile farblich sortiert (vorher war alles in einer Kiste zusammen –  so furchtbar viel haben wir auch noch nicht).

E. bleibt dem Rollenspiel treu,  bastelt und malt und baut auch mit,  das ist relativ neu. Bei ihr im Zimmer sind zurzeit viele Decken und Kissen und  ihr Arztkoffer. Sehr oft haben wir auch ihren Friseurbesuch letzte Woche nachgespielt…

Der Tag war voll,  wir haben Freunde besucht und waren kaum zuhause –  die Fotos vom aktuellen Spielzeug werde ich morgen nachreichen!

Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr auch etwas ausgemistet? In unserer Facebookgruppe Spielzeugfreies Kinderzimmer freuen wir uns über regen Austausch und  Inspirationen!

3 Gedanken zu “Advent, Advent…

  1. Bisschen ausgemistet und gar nicht erst eingemistet. Das Kinderzimmer für unsere Einjährige existiert ja erst seit einer Woche und inspiriert durch diesen Blog habe ich das Regal sehr leer gelassen. Und ich sortiere weiter aus. Herrlich!

  2. Schön, hier sowas zu lesen. Wir sortieren immer wieder bei uns aus, dabei ist das Kindelein gerade mal 1! Aber wir achten auch streng darauf, dass es nicht mehr als drei Körbchen voll Spielzeug überschreitet. Hoffentlich halten wir das gut durch und finden einen guten Weg.
    Ich schaue/lese euch gerne dabei zu, wie ihr das macht! Wir sollten als Eltern wirklich mehr zusammenhalten!

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